AMannette merrild

Author Archive

“MantovArchitettura” / “Art as Architecture”

30/10/2017

Group exhibition “nAKT”

05/8/2017

http://www.swp.de/ulm/nachrichten/kultur/sommerausstellung-bei-tobias-schrade_-_nackt_-in-allen-varianten-15561684.html

POSE

29/6/2017

New book release of the exhibition “Moments”

10/6/2017

The book can be order at:
http://www.blurb.es/books/8132916-moments

Exhibition: International Affairs

10/6/2017

Annette Merrild soloshow “Moments” in Rosenburg Museum

05/6/2017

Article BZ Berlin

25/8/2014

_25082014-Artikel-BZ-Berlin

Exhibition Self Control

20/8/2014

Annette Merrilds fotografische Serie über Self Bondage, ‘Self Control‘, sprengt die Grenzen hegemonialer sexueller Paradigmen. Self Bondage, englisch für Selbstfesselung, wird von ihren Protagonistinnen nicht nur, wie üblich in der Szene, als verstärkendes Vehikel zum Lustgewinn im Rahmen eines autoerotischen Szenarios benutzt. Sie entkleiden der Praktik der Selbstfesselung den Mantel des Perversen und erheben die Knüpfkunst zum ästhetischen Imperativ. Nicht das alleinige Abweichen von der sexuellen Norm steht im Zentrum, sondern die künstlerische, zum Lebenskunstprinzip gewordene, Inszenierung. Als Mittlerin zwischen diametral zueinander stehenden menschlichen Erfahrungswirklichkeiten, nämlich die des Rezipienten und Künstlers, bedient Merrild sich der Fotografie als Kommunikationsmittel. Hierbei wird das Bildgeschehen anhand verschiedener, der Malerei entliehener Stilmittel, wie dem dunklen Hintergrund, um die Aufmerksamkeit auf das Künstlerische zu richten, komponiert. Neben den Reminiszenzen an Caravaggio, hervorgerufen durch den Kontrast des Inkarnats, setzt Merrild ihre Modelle mithilfe choreografischer Anweisungen in eine Positur, die den Eigenwert der Seile hervorhebt. Hierbei rekurriert sie oft auf dramaturgische Bildformen, die entweder aus der Tradition klassischer Malerei oder experimenteller Fotografie entnommen worden sind. Die Fesselungen werden von den Frauen selbst geknüpft und versteckt unter der eigentlichen Tageskleidung getragen. Zweck hiervon sind mitunter der Reiz an der Selbstkontrolle und der Spaß am Umgehen gesellschaftlicher Normen. Keinesfalls ordnen sich die Frauen als Objekt einem dominierenden sexuellem Subjekt unter. Fesselungen, die Entscheidungsautonomie einschränken, sind nicht vorzufinden. Merrilds Aufnahmen stehen gleichzeitig für eine emanzipierte Auslegung weiblicher Sexualität, die ideengeschichtlich betrachtet im feministischen Diskurs zu verorten ist und einen wichtigen Beitrag zur postmodernen ‚Feminist Art’ darstellt.

 

Self-Control-Installation-V

Self-Control-Instview-2

Sculptural paintings

29/7/2014